Jasna Góra

Jasna Góra

Donnerstag, 26. November 2015

Sonntag, 22. November 2015

Das magische Krakau

Das folgende Video wollte ich hier schon immer mal teilen. Dies war aber dank GEMA nicht möglich (wer öfter bei Youtube ist, weiß was ich meine).

Im Moment läuft das Video auf Youtube und daher nutze ich die Gunst der Stunde:


Am besten als Vollbild ansehen!

Vor 50 Jahren: Der Briefwechsel zwischen den polnischen und den deutschen Bischöfen

"Wir vergeben und bitten um Vergebung"
Mein Lieblingsdenkmal


So lautete der wohl wichtigste Satz eines Briefe, den die polnischen Bischöfe am 18. November 1965 am Rande des Zweiten Vatikanischen Konzils ihren deutschen Amtsbrüdern überreichten.

Dieser Brief war neben der Ostdenkschrift der evangelischen Kirchen ein wichtiger Schritt zur deutsch-polnischen Verständigung und Versöhnung. Da die Versöhnung auf politischer Ebene nicht stattfand, haben die Kirchen hier die Initiative ergriffen und einen sehr wichtigen Beitrag zur Versöhnung geleistet.

Von links: Karol Wojtyla, Antoni Baraniak, Stefan Wyszynski, Boleslaw Kominek

Der Brief der polnischen Bischöfe war ein sehr mutiger Schritt. Den polnischen Bischöfen war bewusst, dass sie mit diesem Brief sozusagen inst Visier der kommunistischen Regierung geraten würden. Und die kommunistische Regierung war ohnehin nicht zimperlich im Umgang mit der Kirche. Tatsächlich war die kommunistische Regierung erzürnt über den Brief. Die Wut der Regierung hatte vor allem zwei Gründe: Die Regierung störte sich daran, dass die polnischen Bischöfe sich in die Außenpolitik eingemischt hatten. Die Regierung störte sich aber vor allem an dem Teilsatz "...und bitten um Vergebung".

Mit diesem Teilsatz gaben die polnischen Bischöfe zu, dass auch Polen den Deutschen Leid zugefügt hatten (zum Beispiel bei den Vertreibungen). Genau dieses Thema war aber im öffentlichen Diskurs des kommunistischen Polen tabu. Die kommunistische Regierung war der Auffassung, dass Polen nicht um Vergebung bitten müsse. Zudem fuhr die Regierung Gomulka außenpolitisch eher eine antideutsche Linie.

Auch große Teile der polnischen Bevölkerung taten sich mit dem Teilsatz "...und bitten um Vergebung" schwer.

Boleslaw Kominek
Die polnische Regierung startete eine Kampagne gegen die katholische Kirche Polens. Die polnischen Bischöfe, besonders der Primas von Polen, wurden in den staatlichen Medien angegriffen und als Verräter dargestellt. Priester wurden unter Druck gesetzt.

Leider fiel die Antwort der deutschen Bischöfe sehr ernüchternd aus. Die deutschen Bischöfe blieben weit hinter der Großherzigkeit und dem Mut der polnischen Bischöfe zurück.
"Bis heute überrascht mich die kühle und kühne Antwort der deutschen Bischöfe. Die polnischen Bischöfe haben in einem kommunistischen System, in dem sie dauerhaft unterdrückt wurden, sich gewagt, metapolitisch zu denken. Außerhalb des kommunistischen Systems etwas zu erwähnen, was für damalige Verhältnisse absoluter Tabubruch war: dass Polen und Deutsche tatsächlich versöhnt sein können." (So Jörg Lüer im Deutschlandfunk)
Dies wiederum gab den Kritikern der polnischen Bischöfe Rückenwind.

Und dennoch: Die kommunistische Regierung startete eine landesweite Plakataktion. Auf diesen Plakaten stand geschrieben: "Wir vergeben nicht". Bei Nacht und Nebel schrieben Unbekannte darunter: Katyn. (Ich verweise an dieser Stelle nochmal kurz auf den Film über Katyn von Andrzej Wajda.) Auf diese Weise wurden die Plakate zum Bumerang für die polnische Regierung.
Bei den Millenniums-Feierlichkeiten im Jahre 1966 fragte Stefan Wyszynski die anwesenden Gläubigen: "Vergebt ihr?" Und die Gläubigen antworteten: "Wir vergeben."

Verfasser des Briefes war Boleslaw Kominek, Erzbischof von Breslau.

Dienstag, 17. November 2015

Gott liebt diese Welt

Gott liebt diese Welt,
ihre Dunkelheiten
hat er selbst erhellt,
im Zenit der Zeiten
kam sein Sohn zur Welt.

Eine Strophe, die mir immer wieder Hoffnung gibt, auch in schwierigen Zeiten.


Notre Dame de Paris - 2008


Paris von oben - 2008


Tour d'Eiffel - 2008


Mittwoch, 4. November 2015

Warschauer Stadtrand

Ein sehr schöner Artikel über einen polnischen Friedhof:

http://kath-ru.blogspot.de/2015/11/warschau-3-november.html

Sonntag, 1. November 2015

Allerseelen 2015

Schöner als im letzten Jahr könnte ich diesmal auch nicht ausdrücken, deshalb poste ich zu Allerseelen noch einmal meinen Beitrag vom letzten Jahr:

Ich weiß, der Brauch, auf den Friedhof zu gehen, für die Verstorbenen zu beten und die Gräber zu segnen, gehört eigentlich zu Allerseelen und heute ist Allerheiligen. Für mich gehören aber beide Feste zusammen, und ich finde Allerseelen fast noch schöner und tröstlicher, als Allerheiligen.

Während in Deutschland (zumindes in meiner Heimat) bei der Gräbersegnung immer bleierne Begräbnisstimmung herrscht, hat das Ganze in Polen eine würdevolle und hoffnungfrohe, fast schon heitere Stimmung.

"Der schönste kirchliche Feiertag in Polen ist der erste November, also Allerheiligen. An diesem Tag ist das ganze Land in Bewegung. Fast jeder Pole besucht die Gräber seiner Angehörigen und nimmt dafür zehnstündige Zugfahrten in Kauf. Vor den Friedhöfen parken kilometerlange Autokolonnen, die Polizei dirigiert Sonderbusse durch das Chaos. An den Toren werden tonnenweise Ewige Lämpchen und Blumen verkauft."

So schildert es Steffen Möller in seinem Buch "Viva Polonia. Als deutscher Gastarbeiter in Polen", das 2009 im Fischer Verlag erschien.

Samstag, 31. Oktober 2015

Halloween :)

Nein, keine Angst, ich will jetzt hier keine Werbung für Gruselkostüme machen.

Ich möchte hier nur ein paar Links teilen, die uns zeigen, wie katholische Pfarreien in Polen den Abend vor Allerheiligen (All Hallows' Eve) mit den Kindern feiern.

Es gibt einen Allerheiligen-Ball. Die Kinder suchen sich einen Heiligen oder eine Heilige aus und verkleiden sich dann so. Meistens gibt es noch ein kleines Theaterstück mit religiösem Ihnalt und es wird getanzt.

http://diecezja.waw.pl/3757

http://www.olszyna.pl/index.php?option=16&action=news_show&news_id=296

Oder es gibt einen Laternenumzug, mit Laternen, auf denen Heilige zu sehen sind.

http://diecezja.waw.pl/4388

Das ist doch eine schöne Alternative zu dem Halloween-Grusel, oder nicht?


Und da behaupten die deutschen Medien immer, die polnische katholische Kirche sei so erzkonservativ (dunkelkatholisch!) und nicht in der Lage, auf die Probleme der modernen Welt zu reagiern. Über solche Ansichten kann ich manchmal wirklich nur lachen :) Es ist doch wohl eher die deutsche Kirche (zumindest Teile davon), die nicht in der Lage ist, auf die Probleme der modernen Zeit zu reagieren.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Schwerhörigkeit in der Lokalzeit Südwestfalen

Heute darf ich ein Video der Lokalzeit Südwestfalen verlinken. Eine hörgeschädigte Frau berichtet über ihr Leben mit der Schwerhörigkeit.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-suedwestfalen/videoschwerhoerigkeitimalltag100.html

Ich weiß nicht genau, wie lange dieses Video noch in der Mediathek des WDR drin sein wird, am besten also ganz schnell anschauen ;)

Freitag, 23. Oktober 2015

Nachtrag zum 22. Oktober

Am 22. Oktober ist der Gedenktag Johannes Pauls II. Deshalb verlinke ich heute noch nachträglich ein Video:


Sonntag, 18. Oktober 2015

Blöde Werbung

Auch Hörgeräte - nein es heißt jetzt Hörsysteme - werden von den Herstellern beworben.

Ich kann sehr gut verstehen, wenn die Hersteller in der Werbung darauf aufmerksam machen, was das Hörgerät alles kann. Schließlich gibt es da je nach Technik wirklich Unterschiede, und je nach Technik ist der Klang auch anders. Ich fand Musikhören am Anfang ganz furchtbar. Dann hat mein Akustiker mir noch ein Musik-Programm eingestellt und damit finde ich Musikhören nun sehr angenehm. So ein Programm hat natürlich nicht jedes Hörgerät, deswegen finde ich es durchaus legitim, da in der Werbung auch drauf hinzuweisen.

Zwei Aspekte sind es, die mich an der Hörgeräte-Werbung nerven.
Erstens: "Das Hörsystem ist fast unsichtbar" (siehe zume Beispiel hier und hier.)
Zweitens: "Klares Sprachverstehen auch bei Störgeräuschen" (siehe hier und nochmal hier)

Zum zweiten Punkt: Hörgeräte können niemals das leisten, was ein gesundes Ohr leisten kann. An die Genialität der göttlichen Schöpfung kommt die Technik einfach nicht heran. Freilich sind die Hörgeräte und auch die übrige Hörtechnik in den letzten Jahrzehnten wirklich sehr, sehr, sehr viel besser geworden. Es ist toll, was Hörgeräte heutzutage alles können, und ich bin dankbar dafür. Dennoch sind sie weiterhin eine Protese und ich finde es falsch, wenn Akustiker und Hörgerätehersteller immer so tun, als könne man mit Hörgeräten wieder normal hören. Auf diese Weise verstärken sie nämlich ein verbreitetes Vorurteil über Schwerhörige, nämlich das Vorurteil "Ach, die haben halt das Hörgerät im Ohr und hören jetzt wieder normal."

Ich höre mit Hörgerät immer noch anders und schlechter als Guthörende. Und Sprachverstehen bei Störgeräusch ist für mich immer ein sehr großes Problem. Es ist schön, dass die Hörgerätehersteller sich bemühen, die Hörtechnik an diesem Punkt zu verbessern. Aber sie sollen bitte nicht so tun, als höre man mit Hörgeräten wieder normal.

Das ist vielleicht auch eine Frage des Hörverlustes. Eine Person, die nur einen schwachen Hörverlust hat, kann mit Hörgeräten vielleicht wirklich wieder annähernd normal hören. Mein Hörverlust ist aber schon so stark, dass es nicht geht.

Zu Punkt eins: Ich weiß gar nicht, ob ich hier schonmal etwas darüber gepostet habe, dass ich die Unsichtbarkeit der Hörbehinderung manchmal als sehr nachteilig empfinde. Es gibt nichtbehinderte Leute, die zu mir sagen: "Ach, sei doch froh, dass man das nicht sieht. Dann fällt es nicht so auf."

Nein, ich bin meistens nicht froh über die Unsichtbarkeit der Hörschädigung. Erstens ergeben sich dadurch viele Missverständnisse, die nicht entstehen würden, wenn man die Hörbehinderung gleich sehen würde. Zum Beispiel wenn ich an der Kasse auf die Frage nach der Paybackkarte nicht antworte, weil ich so sehr damit beschäftigt war, mein Geld aus dem Portmonnaie zu kramen, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass die Kassiererin mir noch eine Frage gestellt hat. Das gibt immer Irritationen, weil die Kassiererinnen oder Kassierer selten auf die Idee kommen, dass ich deswegen nicht antworte, weil ich schwerhörig bin.

Schon allein deswegen finde ich es wichtig, Hörschädigung sichtbar zu machen, am besten mit knalligen, schönen Hörgeräten und Ohrstücken.

Zudem haftet der Hörbehinderung immer noch ein Stigma an. (Ein paar Infos dazu hier und hier) Sie ist etwas, das man lieber versteckt, lieber nicht zeigt. Doch gerade das Verstecken bringt die großen Schwierigkeiten mit sich. Eben weil es dann immer Irritationen gibt. Wenn ich nicht zu meiner Hörschädigung stehe, dann kann es ganz schnell passieren, dass die Leute denken: "Oh, die ist aber schwer von Begriff." Weil ich ständig nachfrage. Oder sie denken: "Die ist aber arrogant." Weil ich nicht gehört habe, dass jemand gegrüßt habt und einfach weitergegangen bin.

Gerade deswegen finde ich es schade, dass die Hörgerätehersteller und auch die Akustiker das "Versteckspiel" mitmachen und immer damit werben, wie unsichtbar die neuen Hörgeräte doch sind. Ich kann durchaus verstehen, dass manche Leute Angst haben, ihre Schwerhörigkeit zu zeigen. Allerdings wäre es doch besser, den Menschen die Angst zu nehmen, anstatt das Versteckspiel mit zu machen und immer "unsichtbarere" Hörgeräte zu kreieren.

Ich habe so schöne rote Ohrpassstücke mit Brillies. Solche Ohrstücke liegen bei keinem Akustiker in der Auslage. Wenn man fragt, bekommt man schon einen dicken Katalog mit vielen schönen Modellen. Aber man muss halt fragen. Und das finde ich schade.

Mein erster Akustiker hat immer gesagt:
"Der Schmuck muss ja nicht unbedingt am Ohr hängen, er kann ja auch im Ohr sitzen!"
 So ist es!

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Herbst

Bevor wir uns nun auf den Schnee einstellen...


Sonntag, 11. Oktober 2015

Nachtrag zu "Hörst du besser ?"

Zu meinem Post von letzte Woche ist mir noch was eingefallen:

Als ich vor 6 Jahren meine neuen Hörgeräte bekam, mussten diese natürlich an meine Hörkurve angepasst werden. Meine Akustikerin hatte eine Voreinstellung gemacht und dann musste ich sagen, wie es klingt, und was aus meiner Sicht noch anders oder besser klingen müsste.

Es ist für mich gar nicht immer so leicht, die Höreindrücke zu beschreiben. Am Anfang klang halt alles komisch und anders. Ich versuchte also der Akustikerin zu erklären, was komisch klingt, sie versuchte das in der Einstellung entsprechend zu ändern. Aber es wollte nicht so recht gelingen. Ich war nicht zufrieden und auch etwas verzweifelt. Auch die Akustikerin war mit ihrem Latein am Ende.

Da sagte sie: "Sie hören so schlecht, aber sie haben ein sehr gutes Höreindrucksgedächtnis." Ich hatte mir also genau gemerkt, wie die Töne klingen sollen und mit dem neuen Gerät klang alles anders.

Ich benutze übrigens Phonak Naida V